Die Baureihe E52 und E 60

Zu den urigsten Elektrolokomotiven nicht nur auf deutschen Gleisen zählen die diversen Stangenelloks, deren ältere Versionen in technischen Details stark an das Dampfzeitalter erinnern.
Die Maschinen wurden in allen Bereichen des Bahnverkehrs eingesetzt, obwohl elektrische Rangierloks wie die BR 160 (E 60) in der deutschen Eisenbahngeschichte eher zu den Exoten zählen. Da die Triebwerke der Stangenelloks einen ähnlich hohen Inspektionsbedarf wie die der Dampflokomotiven erforderten, waren ihre Tage nach dem Erscheinen der ersten Elektrolokomotiven mit Drehgestellen ohne zusätzliche Laufachsen und Einzelachsantrieb gezählt.

Trotzdem standen die Baureihen E 52 und E 60 aufgrund ihrer sprichwörtlichen Zuverlässigkeit etwa fünf Jahrzehnte im Dienst der deutschen Eisenbahnen. Nach ihrer offiziellen Einsatzzeit wurden diverse Loks der BR E 52 noch für einige Jahre als Heizloks sowie als Trafostationen verwendet.

Insgesamt sind vier Exemplare der BR E 52 und E 60 der Nachwelt museal erhalten geblieben. Damit die Rangierloks der BR E 60 den wachsenden Anforderungen der Deutschen Bundesbahn gerecht werden konnten, ließ das Staatsunternehmen in den Jahren 1957/58 die Loks gründlich aufarbeiten und modernisieren.
So erhielten sie u. a. Rangierbühnen über den Puffern, zusätzliche Fenster und eine neue Verkabelung. Ihre charakteristische Gestaltung mit den beiden Vorbauten, der hintere langgestreckt und der vordere relativ kurz, verloren
sie auch nach den Umbaumaßnahmen genau so wenig wie den alten Spitznamen „Bügeleisen“.

Mit der Abstellung der 160 012 im Juni 1983 war gleichzeitig der Rangierdienst mit Elektroloks bei der DB beendet. Fortan
übernahmen Diesellokomotiven, die bekanntlich Gleise mit und ohne Fahrdraht befahren können, die Rangier- und Verschubarbeit.

Die Dinosaurier der Ellok-Historie werden in Kürze auch auf der Modellbahn (E 52 Art. Nr.: 435201, 435271/ E 60 Art. Nr.: 436003, 436073, 396073) zeigen, was in ihnen steckt. Die schwerste von ihnen, die BR E 52, präsentiert sich im klassischen Outfit der Epoche III sowie als limitierte Sonderserie in der Ausführung der „Gruppenverwaltung Bayern“. Das „Bügeleisen“ (BR 160) erscheint erstmals in der Epoche IV und wird auch im Maßstab 1:87 beweisen, dass ihre ausgewiesenen Rangierkünste längst legendär geworden sind.
 




Info für Trainspotter:
E 52 34 befindet sich heute, beschriftet als EP 5 21534, nicht betriebsfähig im Besitz des DB-Museum Nürnberg und ist seit Mai 2014 wieder in der Fahrzeughalle II des DB Museums Nürnberg zu sehen.

Drei Lokomotiven der Baureihe 160 sind museal erhalten geblieben:
  • 160 009 im Eisenbahnmuseum Darmstadt-Kranichstein
  • 160 010 als offizielle Museumslok der Deutschen Bahn AG im DB Museum Koblenz stationiert;
  • 160 012 im Auto- und Technikmuseum Sinsheim

 
 
 
 
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