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Digitaltechnik

Wie wird eine DCC-Adresse größer 119 aufgerufen?
Da FMZ nur Adressen bis 119 kennt, kommt beim Aufruf einer größeren Adresse die Fehlermeldung: Adresse ungültig, Adr./Typ ändern. Als Abhilfe gibt es zwei Varianten:

1. Im Grundeinstellungsmenü >Lok-Datenformat DCC 14 etc. einstellen, jetzt wird jeder neu aufgerufenen Lok automatisch DCC zugewiesen, wodurch größere Adressen möglich werden.

2. Nach Drücken von [lok#] und Eingabe der Adresse nicht mit [¿] abschließen, sondern mit Taste [menu] direkt zum Formatwechsel auf DCC gehen.

Das Licht lässt sich bei einer stehenden Lok nicht einschalten.
Dieses Verhalten ist kein Fehler, sondern die typische FMZ-Verhaltensweise, die auch im DCC-Betrieb beibehalten wurde. Die Betätigung der Licht-Taste stellt somit eine Art Vorwahl dar; das Licht geht tatsächlich erst an, wenn die Lok sich in Bewegung setzt. Dann bleibt es aber auch an, wenn die Lok wieder zum Stehen kommt.

Durch dieses Verhalten wird vermieden, dass bei einer stehenden Lok das Licht evtl. erst in die falsche Richtung leuchtet, bevor es beim Losfahren erst in die richtige Richtung wechselt.

Das "Licht" funktioniert nicht im Stillstand, sondern nur bei Fahrt.
Dieser Effekt tritt dann auf, wenn der Twin-Decoder im DCC-Format in einer reinen DCC-Umgebung gefahren wird. In diesem Fall gibt es zwei Möglichkeiten der Abhilfe: 1). Licht isoliert betreiben, hierzu ist am 6-poligen Decoder eine weitere Litze zu installieren, Sinnvollerweise nicht durch Endkunden, 2). Der an den grünen Litzen hängende Kondensator ist zu überbrücken (kann dann entfallen).

Beim Decoder 6848 mit 8-poligem Stecker und isoliertem Licht tritt dieser Effekt naturgemäß nicht auf.

Bei jedem Fahrstufenwechsel geht das Licht der Lok an und aus.
Wenn der Decoder, sei es ein Twin-Decoder oder ein anderer DCC-Decoder, intern auf 14 Fahrstufen eingestellt ist, er aber aufgrund einer Einstellung im TWIN-CENTER oder einem anderen DCC-Fahrgerät mit 28 oder 128 Fahrstufen angesteuert wird, so wird bei jeder 2. Fahrstufe am TWIN-CENTER das Licht am Fahrzeug ein- oder ausgeschaltet.

Abhilfe: im Twin-Decoder CV#29 Bit1=1 setzen, jetzt ist der Decoder intern auf Betrieb mit 28 bzw. 128 Fahrstufen eingestellt.

Das Licht des Fahrzeugs wird im Stillstand dunkler.
Das an den grünen Litzen des Twin-Decoders hängende Bauelement (ein Kondensator) dient zum Schutz des Decoders vor Gleichspannungen beim kompatiblen Fahren von digitalen Loks mit analogen Loks. Wird er entfernt bzw. überbrückt durch Zusammenlöten der Enden der grünen Litzen, kann zwar nicht mehr kompatibel mit Analogloks gefahren werden wie bei Fleischmann üblich, aber dafür erhält die Beleuchtung eine höhere Spannung und wird bei Stillstand nicht mehr dunkler. Siehe auch Kap. 1.2.
Eine Lok mit ESU-LokSound-Decoder fährt nicht mit dem TWIN-CENTER.

Der ESU-LokSound-Decoder ist ein Multiprotokoll-Decoder für DCC und Motorola. Wahrscheinlich ist die Lok-Adresse im TWIN-CENTER auf FMZ eingestellt. Dieses Format versteht der Decoder nicht. Es ist das DCC-Format einzustellen.

Ein Geräusch der Lok klingt nicht wie bei einer früheren Lok.

Bei den Geräuschen des LokSound-Decoders handelt es sich um Original-Aufnahmen einer einzelnen noch fahrenden Lok. Die Erinnerung an ein anderes, vor langen Jahren gefahrenes Fahrzeug kann durchaus anders sein.

Eine Lok mit LokSound-Decoder fährt mit dem TWIN-CENTER sehr ruckartig.
Der ESU-LokSound-Decoder ist ein Multiprotokoll-Decoder für DCC und Motorola, er kann aber auch mit analogem Gleich- oder Wechselstrom gefahren werden. Bei anderen Mehrzugsteuerungsformaten als DCC oder Motorola, also auch bei FMZ, schaltet der Decoder schnell intern auf Analogbetrieb um, was zum ruckweisen Betrieb des Fahrzeugs führt. Zur Abhilfe ist im Decoder CV29 Bit 2 =0 zu programmieren, hierdurch wird die Analog-Erkennung abgeschaltet. Das Fahrzeug fährt jetzt aber nicht mehr auf einer rein analogen Anlage.

Eine Lok mit LokSound-Decoder klingt leicht verzerrt mit dem TWIN-CENTER.
Die besten Geräusche werden erzielt, wenn das Fahrzeug auf einer Anlage mit reinem DCC-Betrieb läuft. FMZ-Anteile bei Multiprotokollbetrieb können je nach Mischung der Datenanteile leichten Einfluss auf Klänge ( z.B. Pfeife) haben, nicht aber auf Geräusche (z.B. Zischen).
Für einen optimalen Betrieb sind daher jegliche FMZ-Anteile wegzuschalten. Um mit dem TWIN-CENTER ausschließlich DCC-Signale zu erzeugen, ist folgendermaßen vorzugehen: Im TWIN-CENTER sind folgende Grundeinstellungen vorzunehmen:

>Sonderoptionen SO#25=1, SO#907=4, >Lokdatenformat in der Grund-einstellung = DCC (14 oder andere), >Lokdatenformat zurücksetzen.
Es werden jetzt alle bereits eingegebenen Loks mit DCC angesteuert, alle neu aufgerufenen Loks ebenfalls.

Achtung: Ein >Zurücksetzen der >Konfiguration am TWIN-CENTER nimmt obige Änderungen wieder zurück!
Achtung: wurde eine Lokadresse von DCC auf FMZ und wieder auf DCC eingestellt, bleibt noch das FMZ-Idle-Signal aktiv, (SO#25=9 automatisch). Wieder zurückstellen auf SO#25=1 oder =0.