
Service
FLEISCHMANN - Modelleisenbahnen sind hochwertige, technische Produkte, die sich einer besonders langen Lebensdauer und hohen Funktionssicherheit erfreuen, wenn Sie von Zeit zu Zeit selbst einige kleinere Wartungsarbeiten durchführen. Auch den Austausch der Fahrzeugkupplungen (zum Beispiel beim Umrüsten auf die FLEISCHMANN-Profi-Kupplung)
Und den Einbau der Innenbeleuchtungsgarnituren in Personenwagen können Sie selbst vornehmen, denn hierfür sind weder spezielle Kenntnisse noch besonderes Geschick erforderlich.
Anlagen-Pflege
Sie wissen ja, daß unsere Loks den Fahrstrom den sie zum Betrieb benötigen, über die Schienen (oder über eine Oberleitung) aufnehmen. Durch Staubablagerung und Luftfeuchtigkeit bildet sich auf den Schienen eine dünne isolierende Schicht. Diese beeinträchtigt die Stromaufnahme, was zu einem stockenden Lauf ihrer Loks führen kann. Haben Sie Ihre Anlage einmal längere Zeit nicht benutzt, sollten Sie also die Schienen vor der Inbetriebnahme reinigen - eine kleine Mühe die sich lohnt.
Prima geeignet zur Schienenreinigung ist das Schienenreinigungsgummi 6595 aus dem FLEISCHMANN-Zubehörsortiment, mit dem Sie über Schienenoberkanten reiben, bis sie wieder "glänzen".
Nach dieser Grundreinigung sorgt die Schienenreinigungslok 4933 oder unser Schienenreinigungswagen dafür, daß die Schienen sauber bleiben. Das funktioniert natürlich nur bei häufigem Einsatz dieser Fahrzeuge und regelmäßigem Wechsel der Schleifscheiben.
Wir empfehlen auch, die Anlage von Zeit zu Zeit mit dem Staubsauger (gut geeignet ist hierfür ein Handstaubsauger) vom Abrieb des Reinigungsgummis und Staub zu befreien.
Nach der Reinigung mit dem Reinigungsgummi ist es ratsam, die Schienen mit einem leicht öligen Lappen abzureiben. Gut geeignet ist hierfür das FLEISCHMANN-Spezialöl 6599. Der dünne Ölfilm verhindert das sog. "Funkenziehen" beim Fahren. Der Funke ist unerwünscht, weil er den Verschleiß der Schienen und Räder hervorruft und den UKW- und Fernsehempfang stören kann.
Lokpflege
Zur Optimalen Stromaufnahme sollten jedoch nicht nur die Schienen, sondern auch die Lokräder gelegentlich gereinigt werden. Wann dies notwendig ist, zeigt ein Blick auf die Räder. Ist von Glanz keine Spur mehr zu sehen, sondern nur ein dunkler Belag, ist eine Reinigung angesagt. Hierfür kann das Schienenreinigungsgummi 6595 oder ein sauberer, flusenfreier Lappen verwendet werden.
Wichtiger Hinweis: Angetriebene Räder niemals von Hand durchdrehen, weil dadurch das Getriebe beschädigt werden kann. Bewegen Sie dir Räder durch Anlegen einer Fahrspannung. Zur Reinigung legen Sie die Lok auf den Rücken (hilfreich ist dabei eine sog. "Lokliege" der Firma Mössmer, in welche die Lok sicher eingelegt werden kann).
Je ein Anschlußdraht, der bei Fahrspannungsausgang des Trafos 6735 oder 6755 angeschlossen ist, wird an je ein Lokrad auf beiden Seiten der Lok gehalten. Den Spannungsregler drehen Sie geringfügig nach rechts oder links, so daß sich die Räder langsam drehen. Halten Sie jetzt den Lappen oder das Reinigungsgummi an die Laufflächen der Räder, bis sie wieder glänzen.
Auch eine "kleine Inspektion" besteht aus 7 Arbeitsschritten:
- behutsames Öffnen der Lokomotive,
- Ölen der beweglichen Teile, vor allem der Ankerlager (Vorsicht, nur ganz wenig Öl verwenden)
- Falls erforderlich: Auswechseln der Kohlen,
- Falls erforderlich: Auswechseln der Glühlampen bei beleuchteten Loks,
- Falls erforderlich: Erneuern der Haftreifen auf den Antriebsrädern, soweit diese mit Haftreifen ausgerüstet sind,
- Reinigen der Lok,
- Schließen der Lok.
Bitte Orientieren Sie sich bei jedem Schritt auch an der Betriebsanleitung, die jeder Lok beiliegt. Alle Betriebsanleitungen sollten daher stets sorgfältig aufgehoben werden.
Die für die Inspektion erforderlichen Werkzeuge enthält der FLEISCHMANN-Werkzeugsatz 6598.
1.) Das Öffnen der Loks geschieht bei Fleischmann auf unterschiedliche Weise.
- Bevor Sie aber den Schraubenzieher zum Öffnen einer Lok ansetzen, noch schnell einige grundsätzliche Tips vorweg:
- Dampfloks nie am Steuerungsgestänge anfassen.
- Bei Loks, die in Styroporeinlagen verpackt sind, gilt beim Auspacken: Packung umdrehen und leicht in die daruntergehaltene Hand schlagen - die Lok fällt in die Hand.
- Drehen Sie alle Loks auf das Dach und legen Sie diese auf eine feste Unterlage (sehr gut geeignet ist hierfür die "Lokliege" der Firma Noch).
2.) Zum Ölen Ihrer Loks nehmen Sie das FLEISCHMANN-Spezialöl 6599, niemals andere Ölarten oder -sorten. Die zu ölenden Stellen sind in der Betriebsanleitung der Lok durch Pfeile markiert.
Gehen Sie beim Ölen äußerst behutsam vor, um ein Überölen zu vermeiden. Ein winziger Tropfen je Lagerstelle reicht völlig aus! Achten Sie darauf, daß kein Öl an den Kollektor des Motors gelangt.
3.) Zur Kontrolle der Kohlen ziehen Sie die Kohlenrohrkappen "Kk" vorsichtig ab, damit sich Federn "F" nicht verbiegen oder verloren gehen. Sind die Schleifkohlen "K" deutlich abgenutzt, sollten sie durch neue Kohlen, die beim Fachhändler erhältlich sind, ersetzt werden. Bei starker Verschmutzung des Kollektors "Ko" (die kupferfarbene Oberfläche ist kaum noch zu erkennen), sollten Sie sich zur fachgerechten Reinigung an Ihren Händler wenden, denn hierfür ist der Ausbau des Lagerschilds "L" erforderlich. Bitte bauen sie das Lagerschild nicht selbst aus.
4.) Wenn bei einer beleuchteten Lok das Licht nicht funktioniert, überprüfen Sie zunächst, ob die Glühlampen fest sitzen. Läßt sich der Fehler dadurch nicht beheben, muß die betreffende Glühlampe ausgetauscht werden
5.) Haftreifen aus Gummi erhöhen die Zugkraft von Loks. Läßt sich Zugkraft einer Lok, die mit Haftreifen ausgerüstet ist, nach oder läuft die Lok unruhig, so sind die Haftreifen abgenutzt oder beschädigt. Bitte benutzen Sie zum Abziehen der Haftreifen eine Pinzette oder einen Schraubenzieher. Achten Sie beim Einlegen neuer Haftreifen darauf, daß diese vollständig in der dafür vorgesehenen Rille liegen.
6.) Die Reinigung der Lok ist der letzte Schritt unserer kleinen Inspektion. Wie die Räder ihrer Loks gereinigt werden (hierfür ist ein Öffnen der Loks nicht erforderlich), haben Sie schon Am Anfang des Kapitels gelesen. Kontrollieren Sie aber auch, ob sich Flusen oder Fasern um die Achsen der Lok gewickelt haben, was die Laufeigenschaften beeinträchtigen würde. Entfernen Sie Flusen oder Fasern gegebenenfalls mit der Pinzette.
7.) Nachdem alle Wartungsarbeiten durchgeführt sind, erfolgt das Schließen der Lok in umgekehrter Reihenfolge wie das Öffnen.
Wagen-Pflege
Fleischmann-Wagen haben eine sog. "Spitzenlagerung", das heißt, die beiden Enden jeder Achse laufen spitz zu, so daß sich der Radsatz (Achse und Räder) im Achshalter besonders leicht dreht. Daher haben alle Wagen außerordentlich gute Rolleigenschaften - ein wichtiger Vorteil, denn je geringer der Rollwiderstand eines Wagens ist, desto mehr Wagen kann eine Lok ziehen.
Bei 2-achsigen Wagen kann man die Lagerstellen, also die Stellen, an denen die Spitzen der Achsen in einem Achshalter aus Metall gelagert sind, hin und wieder mit einem Tropfen Öl versehen. Sind die Achshalter ganz aus Kunststoff gefertigt, ist ein Ölen nicht erforderlich. Das gilt auch für Wagen mit Drehgestellen, sofern es sich nicht um ältere Typen mit Metall-Drehgestellen handelt. Bei Kunststoff-Drehgestellen sind die Lagerstellen wartungsfrei. Einen Tropfen Öl können Sie - bei Drehgestellwagen mit Innenbeleuchtung - auch gelegentlich auf die Stellen, an denen die Kontaktfedern für die Innenbeleuchtung die Achsen berühren, geben.
Umrüsten auf die FLEISCHMANN-Profi-Kupplung
Um die vielen Vorteile der Profik-Kupplung auch uneingeschränkt nutzen zu können, sollten Sie alle Fahrzeuge (Loks und Wagen), die noch mit herkömmlichen Hakenkupplungen ausgestattet sind, auf Profi-Kupplungen umrüsten. Hierfür stehen 3 verschiedene Profi-Kupplungen zur Verfügung: die Profi-Steckkupplung 6515, die Profi-Schlitzkkupplung 6516 und die Profi-Zapfenkupplung 6517. Von der Steckkupplung und der Schlitzkupplung sind unter der Artikelnummer 386515 bzw. 386516 auch besonders preisgünstige Großpackungen mit jeweils 50 Stück Inhalt lieferbar.
Die Profi-Steckkupplungen 6515 paßt in alle mit dem sog. "Aufnahmeschacht" nach NEM 362" ausgestatteten Fahrzeuge. Es handelt sich hierbei um eine genormte Kupplungshalterung, die teilweise auch bei anderen Herstellern Verwendung findet. Alle Fleischmann-Fahrzeuge mit Kullisenmechanik "K" haben den genormten Aufnahmeschacht. Bei diesen Fahrzeugen wird die Profi-Steckkupplung 6515 zur echten Kurzkupplung.
Die Montage der Kupplung 6515 ist besonders einfach: vorhandene Steckkupplung aus dem Kupplungsschacht herausziehen, Profi-Steckkupplung 6515 in den leeren Schacht hineinstecken - fertig!
Kein Problem ist aber auch die Umrüstung von Fahrzeugen, die mit herkömmlichen Schlitzkupplungen 6520 ausgestattet sind mit der Profi-Schlitzkupplung 6516. Fleischmann-Fahrzeuge mit sog. "Schlitzbefestigung" der Kupplung sind recht häufig anzutreffen. Zum Ausbau der herkömmlichen Kupplung zieht man zunächst mit einer kleinen flachen Kombizange den Befestigungsspilnt der Kupplung heraus. Die Kupplung kann abgezogen und gegen die Profi-Schlitzkupplung ausgetauscht werden. Anschließend wird der Splint wieder mit der Zange hineingedrückt.
Hinweis zum Kupplungstausch: Damit beim Ausbau der Kupplung die Richtfeder, die dafür sorgt, daß die Kupplung nach jedem Schwenken wieder in die Mittellage geht, nicht herausfällt, sollte man Fahrzeuge, die mit der Profi-Kupplung 6516 oder 6517 ungerüstet werden beim Umbau nicht umdrehen, also nicht aufs Dach legen. Falls die Richtfeder dennoch einmal herausfällt, muß diese vor dem Einbau der Profi-Kupplung mit einer Pinzette wieder eingesetzt werden. Geht einmal eine Richtfeder verloren, können die Richtfedern 6522 verwendet werden.
Nur noch ganz wenige Fahrzeuge sind für Kupplungen mit Zapfenaufnahme vorgesehen. Hier wird die herkömmliche Zapfenkupplung 6521 gegen die Profi-Zapfenkupplung 6517 ausgetauscht.
Bei unserer Lok mit der Artikelnummer 4000 schrauben Sie zum Kupplungstausch zunächst das Gehäuse ab. Die Kupplungen werden das Bodenteil der Lok gehalten, das am Metallrahmen der Lok angeklipst ist. Bei den Loks mit der Artikelnummer 4230 und 4330 schraubt man zum Kupplungstausch mit einer kleine Flachzange die Puffer ab. Dadurch wird der Kupplungshalter gelöst, so daß die Kupplungen problemlos getauscht werden können.
Bei Wagen, die noch mit Zapfenkupplung ausgerüstet sind, löst man zunächst das Halteblech der Kupplung. (hierfür zuerst die Blechnasen "1" mit einem kleinen Schraubenzieher aufbiegen). Nach dem Lösen des Halteblechs und Tausch der Kupplung, sollten Sie zur Befestigung ein neues Halteblech verwenden (Ersatzteilnummer 344700)
Folgende Besonderheiten sind beim Umrüsten auf PROFI-Kupplungen zu beachten:
Für die herkömmlichen Kupplungen 6526 und 6527 gibt es keine PROFI-Kupplungen. Ältere Loks 4232, 4234, 4350, 4380, 4381 und 4933, die im Lieferzustand noch mit den Kupplungen 6526 bzw. 6527 ausgerüstet sind, können jedoch auf PROFI-Kupplung ungerüstet werden, wenn man neue Drehgestellblenden montiert. Diese sind unter den Ersatzteilnummern 314232, 314234, 314350, 314380, 314381, 314933 (vorn) und 414933 (hinten) erhältlich. Die Drehgestellblenden sind mit Aufnahmeschächten für PROFI-Kupplungen 6515 ausgerüstet.
Die Dampflokomotiven 4160, 4161, 4175, 4177 und 4179 können durch Auswechseln des Vorlaufgestells nicht nur am Tender, wo dies ohne Zurüstteile möglich ist, sondern auch an der Spitze auf PROFI-Kupplung (6515) umgerüstet werden (4160: 374160, 4161: 374161, 4175, 4177 und 4179: 370179).
Für Loks 4376 und 4342, bei denen die Kupplung noch am Rahmen und nicht an der Drehgestellblende angebracht ist, stehen ebenfalls neue Drehgestellblenden mit Aufnahmeschacht für die PROFI-Kupplung 6515 zur Verfügung( Ersatzteilnummer 110376 für 4376 und 110342 für 4342). Bevor Sie jedoch neue Drehgestellblenden und Rahmen montieren, sollten Sie versuchsweise die eingebauten herkömmlichen Schlitzkupplungen 6520 gegen PROFI-Schlitzkupplungen 6516 austauschen, was technisch ohne weiteres möglich ist. Denn nur in Kombination mit wenigen Wagen und nur bei bestimmten Gleiskombinationen (zum Beispiel Gegenbogen im R1) wird es zu Schwierigkeiten beim Fahrbetrieb kommen. Das gilt auch für die nicht mehr lieferbare Ellok 4375 und die Diesellok 4235 in älterer Ausführung (ohne Schachtaufnahme für die PROFI-Kupplung 6515). Für die Keine Austausch-Drehgestellblenden erhältlich sind.
Innenbeleuchtungen
Wenn Sie Ihre Personenwagen und Triebzüge effektvoll beleuchten möchten, können Sie hierzu eine Innenbeleuchtung einbauen. Welche Innenbeleuchtung für ein Fahrzeug benötigt wird, ist im Katalog sowohl bei der Beschreibung des jeweiligen Wagens bzw. Triebzugs als auch in einer übersichtlichen Tabelle im Zubehörteil genau angegeben. Hier sind auch die verschieden Innenbeleuchtungsgarnituren abgebildet.
Bei den Fahrzeugbeschreibungen im Katalog sollten Sie auf folgende Symbole achten:
Die kleine Sonne ist das Symbol für die Innenbeleuchtung. Eine Innenbeleuchtung kann aus einer einzelnen Glühlampe bestehen (z. B. 6530), es kann aber auch eine Garnitur aus Glühlampe, Lichtleiter und anderen Bauteilen sein, je nachdem, in welchen Wagen die Innenbeleuchtung eingebaut werden soll.
Die Glühlampe symbolisiert die Ersatzglühlampe, die für eine Innenbeleuchtung benötigt wird.
Da unsere Wagenmodelle und die Innenbeleuchtung einerseits ständig weiterentwickelt werden, andererseits neue Modelle erscheinen und andere aus dem Programm entfallen, haben wir auf eine detaillierte Beschreibung des Einbaus einer Innenbeleuchtung verzichtet. Bauen Sie daher die Innenbeleuchtung immer gemäß der beiliegenden Betriebsanleitung ein, da diese die neuesten Informationen enthält.
Möchten Sie in einen Wagen, der auf einer mit der FLEISCHMANN-Mehrzugsteuerung FMZ betriebenen Anlage eingesetzt wird, eine Innenbeleuchtung einbauen, so tauschen Sie vor dem Einbau die der Innenbeleuchtung beiliegenden 14 V-Glühlampe gegen eine 24 V-FMZ-Glühlampe aus. Die FMZ-Zentrale (6800) und FMZ-Control 4 (6804) geben nämlich eine Wechselspannung von 20 V an das Gleis ab, so daß die Lebensdauer von normalen14 V-Glühlampen verkürzt wird und es durch die größere Erwärmung der Glühlampen zu Verformungen an den Fahrzeuggehäusen kommen kann. Sie erkennen die FMZ-Tauschglühlampen an der "6" vor der Artikelnummer. Die Glühlampe 9530, die z. B. bei der Innenbeleuchtung 6453 bei LüP 282 mm-Wagen eingesetzt wird, muß also vor dem Innenbeleuchtungseinbau durch die Lampe 6 9530 ersetzt werden. Selbstverständlich können auch in bereits montierten Innenbeleuchtungen die Glühlampen ausgetauscht werden.
Wichtig: Vor der Montage einer Innenbeleuchtung sollten Sie die beiliegende Betriebsanleitung genau durchlesen und sich mit den Einzelteilen der Innenbeleuchtung vertraut machen, da es gegenüber früheren Innenbeleuchtungen zu manchen Änderungen gekommen ist.
Öffnen des Wagenkastens
Möchte man eine Innenbeleuchtung in einen Wagen einbauen, so muß dieser vorher gemäß der Betriebsanleitung geöffnet werden. Ein Öffnen ist aber auch erforderlich, wenn man z. B. Reisende (Artikel 6470) in den Wagen setzen möchte. Dies erfolgt je nach Wagentyp in unterschiedlicher Weise:
Kurze Personenwagen ohne Drehgestelle ( Artikel 5051 bis 5055 LüP 105 mm) werden durch Hochziehen des Gehäuses vom Unterteil geöffnet. Bei leichten seitlichen Bewegungen des Gehäuses springen die am Wagenboden angebrachten Verriegelungen aus ihrer Raststellung und das Gehäuse läßt sich nach oben abziehen. In eine der beiden Fassungen auf der Innenbodenseite wird eine Glühlampe 6530 eingeschraubt (natürlich kann man auch 2 Glühlampen verwenden, wobei jedoch die Stromaufnahme des Wagens doppelt so hoch wird).
In den Wagen 5056 sowie in die Personenwagen der Junior-Serie kann keine Innenbeleuchtung eingebaut werden.
Bevor das Gehäuse wieder aufgesetzt wird, sollten Sie prüfen, ob die Glühlampe brennt. Hierzu setzen Sie den Wagen bei aufgedrehter Fahrspannung aufs Gleis. Bei den Gepäckwagen 5054 und 5055 wird vor dem Aufsetzen des Gehäuses mit der Stechahle aus dem Werkzeugsatz 6598 die im Gehäuseboden vorgestanzte Aussparung für die Glühlampe durchgestochen. Achten Sie beim Aufsetzen des Gehäuses auch darauf, daß die Geländerstangen in die hierfür vorgesehenen Löcher im Wagendach einrasten.
Hinweis: Schrauben Sie die Glühlampen 6530 nicht zu fest in die hierfür vorgesehenen Halterungen, da sonst durch das Aufbiegen des Glühlampenhalters die Laufeigenschaft der Räder beeinträchtigt werden und es zu einem Kurzschluß kommen kann.
Bei den Wagen 5057 bis 5059 bzw. 5757 bis 5759 wird auf jeder Wagenseite zunächst eine Verriegelung geöffnet, indem man mit dem kleinen Schraubenzieher aus dem Werkzeugsatz zwischen Wagenkasten und Fahrgestell fährt und mit der Spitze des Schraubenziehers das Gehäuse leicht abspreizt (Schraubenzieher am Ende des Wagenkastens zwischen Achse und Trittbett/Pfeil ansetzen). Danach werden die Seitenwände des Wagenkastens mit dem Daumen seitlich nach außen gebogen und gleichzeitig mit den Zeigefingern der Wagenboden an den Puffern nach oben gedrückt. Dabei springen die seitlich am Wagenboden angebrachten Befestigungsnasen aus Ihrer Halterung.
Längere Personenwagen ohne Drehgestelle (z. B. Artikel 5065 bis 5069 bzw. 5765-5769) werden genauso geöffnet, nur ist es hier nicht erforderlich, mit dem Schraubenzieher die Verriegelungen zu öffnen. Sofern die Wagen für die Innenbeleuchtung durch einfachen Einbau der Glühlampen 6530 vorbereitet sind, schrauben Sie jeweils 2 Glühlampen in 6530 in die hierfür vorgesehenen Fassungen ein.
Drehgestell-Reisezugwagen mit einer LüP kleiner als 282 mm (z. B. 5078-5083, 5160-5165, 5684-5690) werden bis auf wenige Ausnahmen durch Abnehmen des Dachs geöffnet. Hierzu fassen Sie mit einer Hand den Wagenkasten oberhalb des Fahrgestellrahmens, mit Daumen und Zeigefinger der anderen Hand die Kannten des Wagendachs. Mit einem leichten Ruck kann das Dach abgezogen werden. Achten Sie beim späteren Zusammenbau darauf, daß das Dach rundherum in alle hierfür vorgesehenen Laschen einrastet.
Beim Einbau der Innenbeleuchtungsgarnituren in diese Wagen ist folgendes zu beachten:
- Achten Sie beim Einbau der Radsätze, die zum Einsetzen der Kontaktfedern herausgenommen wurden, darauf, daß die Radsätze mit ihren Isolierbüchsen, eingesetzt werden.
- Die Isolierten Seiten der Radsätze müssen paarweise gegenüberliegen, um einen Kurzschluß zu vermeiden.
- Um die Reibung zwischen den Radachsen und den Stromabnahmefedern zu vermindern, empfehlen wir einen Tropfen FLEISCHMANN-Spezialöl 6599 an diese Schleifstellen zu geben.
Drehgestell-Reisezugwagen mit einer LüP von 282 sowie ICE-Mittelwagen (4441-4449) öffnet man durch Abnehmen des Wagenkastens. Hierzu mit den Fingernägeln in Höhe der Drehgestelle zwischen Wagenkasten und Wagenboden fassen und den Wagenkasten aufspreizen. Der Wagenkasten löst sich vom Wagenboden und kann nach oben abgehoben werden. Den Wagenboden nicht an den Puffern heraushebeln, da sich sonst die Inneneinrichtung vom Wagenboden löst und die Kulissenmechanik herausspringen kann.
Bei älteren Fahrzeugen geschieht das Öffnen nach einer der nachfolgend beschriebenen Methoden:
- Zum Öffnen des Wagens (z. B. ältere Fahrzeuge 5120 bis 5122, 5155 bis 5157) setzt man an der Stirnseite einen kleinen Schraubenzieher zwischen Fahrgestell und Gehäuse (oberhalb des Puffers) an und hebt das Gehäuse hoch. Danach wird das Gehäuse nach vorne weggeschoben. (Beim Steuerwagen 5120 muß der Schraubenzieher auf der dem Steuerabteil gegenüberliegenden Seite angesetzt werden.)
- Ein Drehgestell wird vorsichtig soweit geschwenkt, daß die darunter liegende Schraube mit dem Schraubenzieher herausgedreht werden kann. Beim anderen Drehgestell wird dieser Vorgang wiederholt.
- Der Wagenkasten der früheren InterCityExperimental-Mittelwagen (Mittelwagen aus Set 4460, Wagen 4461 und 4462) hat kein abnehmbares Dach. Diese Wagen können Sie öffnen, indem Sie den Wagenkasten in der Mitte zusammendrücken und mit dem Daumennagel an dem sich bildenden Schlitz entlang fahren. Dabei löst sich der Wagenkasten vom Wagenboden.
Aufbau einer Innenbeleuchtung
Die meisten unserer Innenbeleuchtungen bestehen nicht nur aus einer einfachen Glühlampe, sondern sie sind aus mehreren speziellen Bauteilen aufgebaut,wie am Beispiel der Innenbeleuchtungsgarnitur 6453 gezeigt. Ein Lichtleiter, der über der Inneneinrichtung eines Wagens montiert wird, sorgt dafür, daß das Licht der Glühlampe gleichmäßig im Wagen verteilt wird. Über die Radkontaktfedern wird von jedem Rad Strom aufgenommen bzw. abgegeben und über die Haltebügel an den Lichtleiter weitergeleitet. Diese Radkontaktfedern müssen lediglich in die Drehgestellaufnahme eingeführt werden. Ein Abnehmen der Drehgestelle oder ein Ausbauen der Radsätze ist im Gegensatz zu früheren Innenbeleuchtungsgarnituren nicht mehr erforderlich!
Zugschlußbeleuchtung
Keine Innenbeleuchtung im eigentlichen Sinne ist die Zugschlußbeleuchtung, die entweder bei einigen Wagenmodellen bereits serienmäßig eingebaut ist oder die einfach nachgerüstet werden kann. Hierzu ist ebenfalls - wie beim Einbau einer Innenbeleuchtungsgarnitur - der Wagenkasten zu öffnen. Die Wagen, bei denen eine Zugschlußbeleuchtung eingebaut werden kann, erkennt man am Hinweis "Der Wagen ist für Innen- und Zugschlußbeleuchtung vorgesehen" und am Balkensymbol im Katalog
Der Kasten mit den beiden roten Punkten ist das Symbol für eine Wagen-Schlußbeleuchtung.
Diese elektronische Zugschlußbeleuchtung ist statt mit Glühlampen mit LEDs ausgerüstet. Ihr Vorteil: Sie wirken bereits bei geringer Spannung und leuchten dann gleichbleibend hell. Sie leuchten aber immer nur in einer Fahrtrichtung. Fährt der Zug in Gegenrichtung, erlischt automatisch das rote Licht. LEDs haben eine (fast) unbegrenzte Lebensdauer. Beim Einsatz mit FMZ kann die elektronische Zugschlußbeleuchtung ohne Veränderung benutzt werden.
Derzeit sind folgende elektronische Zugschlußbeleuchtungen erhältlich: 6451, die nur zusammen mit der Innenbeleuchtung 6453 eingebaut werden kann, und 6461 für die Doppelstockwagen 5121 und 5122, die auch ohne Innenbeleuchtung eingebaut wird.

