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Highlights

 

Der "Akkublitz" in Spur N

30.06.2020

Der "Akkublitz" rollt auf die N-Schiene!

Der Betrieb mit
Akkutriebwagen wurde in Deutschland schon vor dem Ersten Weltkrieg eingeführt. Der 2-teilige Akkutriebwagen der Bauart „Wittfeld“, dessen Akkus in den markanten Vorbauten untergebracht waren, war bis nach dem Zweiten Weltkrieg im Einsatz. Nach 1945 begann die Deutsche Bundesbahn sich wieder mit dieser Antriebsart zu beschäftigen.
Als „Limburger Zigarre“ hat der ETA 176 sich einen Namen gemacht, jedoch wurden nur acht Stück davon gebaut. Ab 1953 wurde dann der kostengünstigere ETA 150, der in etwa die gleichen Leistungsmerkmale vorweisen
konnte, in großer Stückzahl in Dienst gestellt.
Vom ETA 150 (ab 1968 Baureihe 515) wurden bis 1965 insgesamt 232 Einheiten gebaut. Weiters wurden noch 216 Steuerwagen der Bauart ESA 150 (später Baureihe 815) in Betrieb genommen.

Der in Stahlleichtbauweise gefertigte Triebwagen, dessen Akkumulatoren unter dem Fußboden in Wagenkastenmitte eingebaut waren, hatte aufgrund des hohen Eigengewichtes einen hervorragenden Fahrkomfort und gegenüber den Dieseltriebwagen der Baureihen VT 95 und 98 eine geringe Lärmbelästigung. Die erste Serie bis zur Ordnungsnummer 33 wurde mit der Sitzteilung 2+3 geliefert und waren, der Zeit entsprechend, als 3. Klasse-Wagen ausgeführt.

Nach Abschaffung der „Holzklasse“ 1956 wurden sie auf die 2. Klasse umgezeichnet. Die Folgeserien ab den Nummern 101 und 501 hatten dann in der 2. Klasse die Sitzaufteilung 2+2 erhalten und dazu einen unterschiedlich ausgestalteten 1. Klasse-Bereich. Durch die Steigerung der Akkukapazität wurde die Reichweite bis auf 400 km erhöht. Die Triebwagen waren mit normalen Zug- und Stoßeinrichtungen ausgestattet damit auch Verstärkungs- oder Güterwagen angehängt werden konnten.

Die bevorzugt auf Flachlandstrecken eingesetzten Triebwagen wurden auch gern als „Taschenlampen-Express“, „Steckdosen-InterCity“ oder „Akkublitz“ bezeichnet.
Ihr Einsatzgebiet war der Raum Augsburg, Schleswig-Holstein, das östliche Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Südhessen und das Ruhrgebiet. Die in roter Farbe ausgelieferten Triebwagengarnituren wurden ab 1975 zum Teil in ozeanblau-beige neu lackiert. Einige fuhren auf der sogenannten Nokia-Bahn (Bochum–Gelsenkirchen) im weiß-mintgrünen Farbschema. In der Zeit von 1982 bis 1995 wurden die Fahrzeuge nach und nach abgestellt und ausgemustert. Einige Wagen sind heute in Eisenbahnmuseen und bei Museumsbahnen erhalten.

Frisch von der Vorserie haben wir für Sie die ersten Muster unserer
Neukonstruktion des Akkutriebwagens (Art.
Nr.: 740100, 740170) der Baureihe 150 bzw. später ETA 515 vor die Kameralinse bekommen.
Bereits in diesem Stadium lässt sich die liebevolle Umsetzung des Vorbilds im Maßstab 1:160 erkennen.
Fein graviert zeigen sich auch die Seitenwände des Motorwagens bzw. des Steuerwagen. Beim Original verfügte der Triebwagen über viele Klappen, welche beim Ladevorgang der Akkus aufgeklappt worden sind. Das Modell überzeugt hier durch feine Gravuren, die diese andeuten.
Das Modell überzeugt auch mit umfangreichem Durchblick durch den Fahrgastraum sowie durch eine serienmäßige Innenbeleuchtung die separat über DIP-Switch oder Digitaldecoder geschalten werden kann. Für den Akkutriebwagen gibt es auch einen neu entwickelten Z21 Führerstand, mit dem Sie diesen Kulttriebwagen vorbildgerecht steuern können.

Bitte beachten Sie bei den Bildern, dass es sich um Vorserienmuster handelt. Teile der Formen sind noch nicht final abgestimmt, die Zusammenstellung des Musters zeigt keine konkrete Vorbildvariante.
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